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Großbrand bei Firma Dehling

Großbrand Fa Dehling

Als am Samstag Morgen über dem Industriegebiet in Holzgerlingen schwarzer dicker Rauch aufstieg und die Funkmeldeempfänger der Feuerwehrfrauen und -männer schrillten dachte noch keiner daran, was sich in den folgenden Stunden alles abspielen würde.

Auf dem Gelände der Firma Dehling in der Max-Eyth-Straße geriet gegen 9.30 Uhr aus bisher ungeklärter Ursache der Anbau einer Halle in Brand. Der Besitzer bemerkte das Feuer, brachte alle Anwesenden Personen in Sicherheit und rief die Feuerwehr.

Bereits auf der Anfahrt war eine enorme Rauchsäule weit sichtbar, sodass Einsatzleiter und Feuerwehrkommandant Albrecht Schmid beim Eintreffen die Alarmstufe erhöhte, um weitere Einsatzkräfte aus den umliegenden Feuerwehren zur Unterstützung nachzufordern.

Aufgrund der enormen Hitze breitete sich das Feuer rasend schnell auf die gesamte Lagerhalle aus und drohte nun auf das angrenzende Wohnhaus und die benachbarten Gebäude überzugreifen. In äußerst schweißtreibender Arbeit (auch aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen) galt es eben dieses Übergreifen zu verhindern. Trotz dem, dass viele der Feuerwehrfrauen und -männer bereits in den frühen Morgenstunden beim Brand im Porsche Werk Weissach im Einsatz waren, zeigten hierbei alle vollen Einsatz.

Da an verschiedenen Einsatzabschnitten Unmengen an Wasser benötigt wurde und die Hitze alle Einsatzkräfte bis aufs Letzte forderte, wurde schließlich die Alarmstufe auf die zweithöchste Stufe 4 erhöht, um weitere Kräfte aus dem Landkreis Böblingen sowie aus Tübingen und von der Flughafenfeuerwehr Stuttgart zur Unterstützung nachzufordern.

Nach vielen langen Stunden der Brandbekämpfung konnte schließlich das Wohnhaus weitestgehend gerettet und das Übergreifen auf benachbarte Gebäude gänzlich verhindert werden.

Leider kam es während dem Einsatz auch vereinzelt zu Behinderung und Beschimpfungen der Einsatzkräfte durch uneinsichtige Schaulustige.

Gegen Nachmittag konnten dann zunehmend die überörtlichen Einsatzkräfte aus dem Geschehen herausgelöst und Stück für Stück reduziert werden. Doch war der Einsatz noch lange nicht beendet. Es galt nun die immer wieder aufflammenden Glutnester aufzuspüren und abzulöschen, was dadurch erschwert wurde, dass die mittlerweile einsturzgefährdete Halle nicht mehr betreten werden konnte.

Im Mehrschichtbetrieb gab es rund um die Uhr bis zum Sonntagnachmittag eine Brandwache, die vor Ort immer wieder die Flammen ersticken mussten, bis Sonntagnacht Einsatzende gemeldet werden konnte.

Schlussendlich waren insgesamt 224 Feuerwehrangehörige mit 35 Fahrzeugen im Einsatz. Tatkräftig Unterstütz wurden sie von 44 Einsatzkräften des Rettungsdienstes, 17 Einsatzbeamte der Polizei und weiteren Einsatzkräften des THW.

 

Die Feuerwehr Holzgerlingen sagt allen Helfern, die vor Ort waren und all denen, die im verborgenen in den umliegenden Gerätehäusern über Stunden die Einsatzbereitschaft für den gesamten Landkreis aufrechtgehalten haben:

VIELEN HERZLICHEN DANK!!

 

Bilder: FW Steinenbronn/S.Turata, FW Grafenau/G.Biela


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Dienstag, 30.08.2016 00:34